{"id":101,"date":"2019-06-02T11:40:01","date_gmt":"2019-06-02T09:40:01","guid":{"rendered":"https:\/\/wiso-data.de\/orgelmuseum\/?page_id=101"},"modified":"2019-06-19T09:39:42","modified_gmt":"2019-06-19T07:39:42","slug":"papenius-orgel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wiso-data.de\/orgelmuseum\/exponate\/papenius-orgel\/","title":{"rendered":"Papenius-Orgel"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section bb_built=&#8220;1&#8243; fullwidth=&#8220;on&#8220; specialty=&#8220;off&#8220; next_background_color=&#8220;#000000&#8243;][et_pb_fullwidth_image _builder_version=&#8220;3.21&#8243; src=&#8220;https:\/\/wiso-data.de\/orgelmuseum\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/banner1.jpg&#8220; \/][\/et_pb_section][et_pb_section bb_built=&#8220;1&#8243; prev_background_color=&#8220;#000000&#8243;][et_pb_row][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243;][et_pb_text _builder_version=&#8220;3.21&#8243;]<\/p>\n<h1>Papenius-Orgel<\/h1>\n<p>Die Orgel von Johann Adolarius Papenius<\/p>\n<p>Die urspr\u00fcngliche Hordorfer Orgel (Hordorf bei Oschersleben) konnte vor dem Einsturz des Turmes und des Dachstuhls der Kirche rechtzeitig geborgen werden. Sie wurde von 1975 bis 1979 vom Potsdamer Schuke Orgelbau unter Verantwortung von Gernot Schmidt restauriert.<\/p>\n<p>Nach der vorgefundenen Substanz war die Wiederherstellung der originalen Disposition wie auch die Instandsetzung der gesamten technischen Anlage m\u00f6glich. Die erst nach Abschluss der Arbeiten wiedergefundenen Akten aus dem 18. Jahrhundert best\u00e4tigen, dass die Erneuerung der barocken Disposition genau dem Kostenanschlag und Vertrag von 1746 folgte.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row][et_pb_column type=&#8220;3_5&#8243;][et_pb_text _builder_version=&#8220;3.21&#8243;]<\/p>\n<p>\nAus dem ungew\u00f6hnlich gut erhaltenen historischen Pfeifenbestand ergab sich, dass die Orgel mehr als einen Halbton \u00fcber dem gegenw\u00e4rtigen Kammerton eingestimmt und dass die Stimmung nicht \u201ewohltemperiert\u201c war. Diese Stimmung, durch Johann Sebastian Bachs \u201eWohltemperiertes Klavier\u201c allgemein bekannt und schlie\u00dflich immer mehr verbreitet, war gerade in Halberstadt am Anfang des 18. Jahrhunderts durch den dortigen Organisten und Musiktheoretiker Andreas Werckmeister aufgekommen. Papenius blieb wie viele andere Orgelbauer im 18. und zum Teil auch noch im 19. Jahrhundert bei der mittelt\u00f6nigen Stimmung. Bei der Restaurierung der nunmehr Belziger Papenius-Orgel entschied man sich f\u00fcr eine modifizierte mittelt\u00f6nige Temperierung, die der s\u00e4chsische Organist Georg Andreas Sorge in seinem \u201eGespr\u00e4ch\u2026 von der Silbermannschen \u2026 Temperatur\u201c 1748 aufgezeichnet hat (\u2026 Silbermann\/Sorge\u201c).<\/p>\n<p>Bei Papenius ist der Prinzipalchor von 8\u2018 bis zur Mixtur immer vollst\u00e4ndig disponiert; ferner fehlt nie die f\u00fcr ihn und seine Schule typische Flauto travers 8\u2018 wie auch Vox humana 8\u2018 im Diskant.<\/p>\n<p>Bei der Restaurierung musste das Pfeifenmaterial geringf\u00fcgig erg\u00e4nzt werden. Neu ist im Prospekt Principal 8\u2018, die im Prospekt stehende Stimme Principal 2 blieb 1917 von der Abgabe verschont, weil seinerzeit die T\u00fcren vor dem Seitenwerk fest verschraubt waren. Neu sind Sesquialtera Quinte 1 \u00bd\u2018 und Mixtur im Positiv und Octave 4\u2018 im Pedal; die urspr\u00fcnglichen Register fielen 1832 einer Dispositions\u00e4nderung des Halberst\u00e4dter Orgelbauers Wilhelm Boden zum Opfer. Subbass 16\u2018 war durch Holzwurmbefall so stark zerst\u00f6rt, dass alle alten Pfeifen unter Verwendung der alten Kerne erneuert werden mussten.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;2_5&#8243;][et_pb_image _builder_version=&#8220;3.21&#8243; src=&#8220;https:\/\/wiso-data.de\/orgelmuseum\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/PapeniusOrgel.jpg&#8220; \/][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243;][et_pb_text _builder_version=&#8220;3.21&#8243;]<\/p>\n<p>\nDie Orgel in Belzig ist ein besonderes Kunstdenkmal, weil hier ein gro\u00dfer und interessanter Bestand alter Register erhalten geblieben ist. Hervorzuheben sind vor allem die Zungenstimmen (Trompete 8\u2018, Vox humana 8\u2018, Posaune 16\u2018), die andernorts fast immer verloren gegangen sind.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_image _builder_version=&#8220;3.21&#8243; src=&#8220;https:\/\/wiso-data.de\/orgelmuseum\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/DispositionPapenius.jpg&#8220; \/][et_pb_image _builder_version=&#8220;3.21&#8243; src=&#8220;https:\/\/wiso-data.de\/orgelmuseum\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Papenia.jpg&#8220; \/][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><div class=\"et_pb_row et_pb_row_0 et_pb_row_empty\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div> Papenius-Orgel Die Orgel von Johann Adolarius Papenius Die urspr\u00fcngliche Hordorfer Orgel (Hordorf bei Oschersleben) konnte vor dem Einsturz des Turmes und des Dachstuhls der Kirche rechtzeitig geborgen werden. 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